wn 2018 01 28Aufsteiger VfL Sassenberg setzte soeben seinen Siegeszug in der Landesliga fort. Diesmal musste Nachbar TSG Harsewinkel dran glauben. Das war eine klare Angelegenheit: Beim 31:21 (17:15)-Erfolg über die TSG Harsewinkel taten sich Sassenbergs Handballerinnen aber lange schwer. Mit dem Sieg rückten sie auf Rang drei der Landesliga vor. „Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. In der ersten Halbzeit standen wir in der Deckung eigentlich nur rum“, erklärte VfL-Trainer Daniel Haßmann.

Im ersten Abschnitt hielten die Gäste gut. In den ersten fünf Minuten lag Harsewinkel zwischenzeitlich sogar vorne, Sassenberg brauchte etwas, um in die Partie herein zu finden. „Das war eine Einstellungssache“, wusste Haßmann. So richtig kamen die Gastgeberinnen in den ersten dreißig Minuten nicht in Schwung, setzten sich aber trotzdem zwischenzeitlich deutlich ab. So führte Sassenberg nach 23 Minuten mit 17:11. Aber die Gäste ließen nicht locker. Bis zur Pause warf der VfL kein Tor mehr, Harsewinkel dagegen drei. „In der Halbzeit bin ich zwar nicht laut, aber deutlich geworden“, erklärte Haßmann.

Aber auch das zeigte zunächst keine Wirkung: Es waren gerade 68 Sekunden in Abschnitt zwei gespielt, da hatte Harsewinkel ausgeglichen. Nach erneuter VfL-Führung egalisierten die Harsewinkeler zum 18:18. Jetzt wachte Sassenberg endlich auf und warf drei Tore in Folge. „Knackpunkt war eine Zwei-Minuten-Strafe für Harsewinkel“, wusste Haßmann. Sein Team setzte sich jetzt Tor um Tor ab, dem Gast dagegen gelang plötzlich gar nichts mehr. In den verbleibenden knapp zwanzig Minuten brach die TSG vollkommen auseinander. „Es muss nicht immer Hurra-Handball sein, wenn wir am Ende gewinnen“, so Haßmann.

VfL: Klemann, Schmitz – Haßmann (6), Herweg (5), Stockmann (4), Strotmeier (3/3), Kipp, C. Zumbrink (je 3), Marks, Bastiaan, Meinersmann (je 2), Merschhoff (1), J. Zumbrink, Klapper.

Quelle: Westfälische Nachrichten | Autor: Johannes Schräder