Verena Haßmann (Nr. 3) erlitt beim Spiel gegen Burgsteinfurt im Frühjahr einen KreuzbandrissDass Daniel Haßmann seine Belegschaft nach nur drei Wochen Vorbereitung in einen zwölftägigen Kurzurlaub schickt, mag ein Hinweis darauf sein, dass der Trainer des VfL Sassenberg die Intensität der Trainingseinheiten von Beginn an hoch hält. Im Hinblick aber auf den Kräfteverschleiß der zurückliegenden Saison könnte es vor allem ein kluger Schachzug sein. Von Ulrich Schaper „Wir haben sehr früh angefangen – und wollen bewusst ein paar Tage die Füße hoch legen, um dann bis zum Saisonstart so richtig Gas geben zu können“, sagt Haßmann. Viel Athletik und Kraft haben die VfL-Frauen zuletzt trainiert. Die meisten Einheiten fanden ohne Ball statt. „Wenn wir die Vorbereitung fortsetzen, werden wir natürlich den Schwerpunkt verlagern. Mehr mit Ball trainieren, den Fokus auf Spielzüge, Angriff- und Deckungsarbeit legen“, sagt der Übungsleiter.

die Glocke 2019 04 07 sAlles war angerichtet, die Herxfeldhalle bis zum Bersten gefüllt, der Sekt kaltgestellt. Die Aufstiegssause ist aber ausgefallen, denn die SV Versmold hat den Landesliga-Handballerinnen des VfL Sassenberg die Tour verhagelt und deren Titel-Chancen auf ein Minimum reduziert. Das Spitzenspiel wurde der Bezeichnung und der Kulisse vollauf gerecht. Nach 60 ebenso hochwertigen wie emotionalen Handballminuten musste sich der VfL mit 29:32 (18:17) geschlagen geben. Das Ergebnis hat auf das Aufstiegsrennen drastische Auswirkungen. Denn die Hesselstädterinnen verloren nicht nur die Partie, sondern auch den direkten Vergleich. Dieser Umstand führte dazu, dass sie dem Kontrahenten die Tabellenführung abtreten mussten und nun in den verbleibenden zwei Partien auf einen Patzer angewiesen sind. Dieses Szenario hält Daniel Haßmann aber für nicht allzu wahrscheinlich.

wn 2019 04 07 sDas ist bitter: Der VfL Sassenberg verliert das Topspiel gegen Verfolger Versmold mit drei Toren Unterschied und damit auch die Tabellenführung. Alles war angerichtet für die große Party, doch sie fiel aus. Zumindest für die Sassenbergerinnen, die am Samstag Gastgeber des Spitzenspiels waren. Am Ende jubelten die Gäste der SpVg Versmold, die dank des 32:29 (17:18)-Erfolgs die Tabellenspitze übernehmen. Beide Teams sind zwar punktgleich, doch im direkten Vergleich hat Versmold die Nase vorn. An den verbleibenden zwei Spieltagen muss der VfL nun auf einen Ausrutscher des Nachbarn hoffen. Natürlich war VfL-Trainer Daniel Haßmann enttäuscht: „Heute hätte alles gepasst, die Stimmung war super. Am Ende war Versmold einfach cleverer und routinierter als wir.“ Der VfL musste in der gut gefüllten Herxfeldhalle bekanntlich auf Torjägerin Verena Haßmann verzichten. Die Startphase verlief ausgeglichen, nach zwölf Minuten konnte sich Sassenberg das erste Mal mit zwei Toren absetzen (9:7). Bis zur Pause lag der VfL meistens vorne, verpasste es aber, entscheidend davonzuziehen.

die Glocke 2019 04 06 sDie Meister- und Aufstiegsfeier in und um die Herxfeldhalle ist bestens Vorbereitet. Neben reichlich Verpflegung in flüssiger und fester Form hat das Team auch einen Discjockey engagiert, der den Fans und den Spielerinnen nach der Partie ordentlich einheizen soll. Vor der geplanten Feierorgie stehen allerdings noch 60 Minuten Handball auf dem Programm. Landesliga-Spitzenreiter VfL Sassenberg trifft mit der Spielvereinigung Versmold am Samstag, 6. April, ab 18 Uhr in der Herxfeldhalle auf den ärgsten Verfolger.