wn 2018 01 22Vier starke Minuten reichten dem VfL Sassenberg, um das Derby in Everswinkel für sich zu entscheiden. Nach einem klaren Sieg hatte es zur Pause nicht ausgesehen. Die Tabelle und auch die erste Halbzeit hatten ein spannendes Landesliga-Derby versprochen. Doch daraus wurde nichts: Dank eines Zwischenspurts zu Beginn des zweiten Abschnitt bekamen Sassenbergs Handballerinnen das Derby bei Everswinkels Reserve gut in den Griff und siegten am Ende klar mit 30:24 (14:12) Toren.

„Das war ein hochverdienter Sieg der Gäste. Wir haben uns gerade nach der Pause zu viele leichte Fehler erlaubt, das Tempo des VfL nicht gehalten und Verena Stockmann nicht in den Griff bekommen. Und zu allem Überfluss hat sich auch noch Chantal Schänzer verletzt“, resümierte Everswinkels Trainer Marvin Sand.

Seine Leistungsträgerin hatte sich bereits nach drei Minuten eine schwere Fußverletzung zugezogen und fehlte den Gastgeberinnen im Aufbau sichtlich. 3:1 führten die Everswinkelerinnen nach acht Minuten, doch dann änderte sich das Geschehen. Die Sassenbergerinnen legten vor rund 200 Zuschauern ihre Nervosität ab, gingen mit 7:5 in Führung und verteidigten ihren Zwei-Tore-Vorsprung bis zur Pause.

Die Vorentscheidung fiel dann innerhalb von nur vier Minuten: Die Gäste setzten sich von 14:12 auf 19:13 ab, weil sich der SC DJK einen Fehler nach dem anderen erlaubte. „Wir sind super aus der Kabine gekommen, das war entscheidend“, freute sich Sassenbergs Coach Daniel Haßmann.

In der Folge gaben die Gastgeberinnen zwar alles, um das Blatt noch einmal zu wenden. Sie kamen beim 20:23 (45.) auch einmal bis auf drei Tore heran. Doch dann zog der VfL wieder auf und davon und bejubelte am Ende einen glatten 30:24-Sieg, durch den er seinen Platz in der Spitzengruppe der Staffel 3 festigte. „Ich bin vollends zufrieden“, lobte Haßmann seine Schützlinge, die als Aufsteiger eine starke Rolle spielen.

Everswinkel II: Wellenkötter, Kleinschnittger - Thiele (6/5), Dartmann, Hengemann (je 4), Holtstiege, Knüppel (je 3), König (2), Thiemann, Benten (je 1), Wissen, Schänzer, Stech, Lindart.

Sassenberg: Hahn, Schmitz, Klemann - Stockmann, Marks (je 5), Strotmeier (5/3), Haßmann (4), Herweg (3), Merschoff, Meinersmann, C. Zumbrink (je 2), Bastiaan, Kipp (je 1), J. Zumbrink,


Quelle: Westfälische Nachrichten | Autor: Wolfgang Schulz