Zum letzten Saisonspiel der Saison empfingen wir die DJK Eintracht Hiltrup 2 in der heimischen Herxfeldhalle. Trotz einiger beruflicher und privater Ausfälle – uns standen lediglich drei etatmäßigen Rückraumspielern zur Verfügung – gingen wir mit Zuversicht in die Partie. Das Hinspiel hatte gezeigt, dass Hiltrup uns durchaus fordern kann. Entsprechend konzentriert wollten wir das Spiel angehen, auch wenn tabellarisch keine Veränderungen mehr möglich waren. Wir erwischten einen Start nach Maß und konnten bereits in der 8. Minute eine 4:0-Führung herausspielen. Bis zur 13. Minute hielten wir den Vorsprung stabil (8:4), ehe die Gäste zunehmend besser ins Spiel fanden. Einige verlorene Zweikämpfe in der Abwehr sowie fehlendes Tempo im Umschaltspiel und Angriff ließen den Spielfluss stocken. Zudem verletzte sich Jens bei einer Abwehraktion an den Rippen und konnte zunächst nicht weiterspielen – ein weiterer Rückschlag, vor allem im Rückraum.
Hiltrup nutzte diese Phase und glich in der 21. Minute zum 10:10 aus. Erst in den letzten Minuten vor der Pause fanden wir wieder zu unserem Rhythmus zurück und gingen mit einer 15:12-Führung in die Halbzeit.
Allen war klar: Ein Sieg würde uns nicht im Vorbeigehen gelingen – es bedurfte einer Leistungssteigerung. In der Abwehr bereitete insbesondere der gegnerische Halblinke Probleme. Offensiv boten sich zwar Lücken, doch oft fehlte die letzte Konsequenz im Ausspielen der Chancen. Die Devise lautete: Geduld bewahren, bis sich der besser postierte Mitspieler zeigt. Glücklicherweise konnte Jens nach der Pause wieder eingreifen und sollte in der Defensive offensiver gegen den Halblinken agieren.
Diese taktische Maßnahme zeigte Wirkung: Wir knüpften an die Schlussphase der ersten Halbzeit an und bauten den Vorsprung in der 38. Minute erstmals auf fünf Tore aus (20:15). Die Abwehr agierte nun stabiler, Ballgewinne wurden häufiger in Tempogegenstöße umgemünzt. Eine Auszeit der Gäste ermöglichte es uns, letzte Feinjustierungen vorzunehmen, bevor wir im weiteren Verlauf die Führung sukzessive ausbauten.
Besonders in der Schlussviertelstunde gelang es uns, die Partie endgültig zu unseren Gunsten zu entscheiden. Mit geduldigem Positionsspiel und konsequenter Chancennutzung zogen wir auf 27:18 davon. Zwar wurde es in den letzten Minuten noch einmal etwas hektisch, da jeder Spieler versuchte, seine persönliche Torausbeute zu erhöhen, doch letztlich stand ein überzeugender 35:23-Erfolg auf der Anzeigetafel.
Angesichts der personellen Situation und des Umstands, dass es tabellarisch für uns um nichts mehr ging, können wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Besonders erfreulich: Jeder Feldspieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Zudem zeigten unsere Torhüter erneut eine starke Leistung und waren in entscheidenden Momenten ein sicherer Rückhalt.
Mit einem guten Gefühl blicken wir auf die letzte Trainingseinheit und verabschieden uns anschließend in die wohlverdiente Pause.
VfL: Potrafke (TW), Tönnemann (TW), Frense (10), Arenbeck (6), Schuckenberg (5/1), Lietmann (4), Hornig (3), Göcke (2), Nitsche (2), L. Ruhe (1), Stockhausen (1), Wiens (1)
