wn 2016 07 25 sDer 14. RWE Beach-Cup des VfL Sassenberg verband wieder Geselligkeit mit Spitzensport. Auf Wettervorhersagen sollte man manchmal nicht so viel geben. Hätten die Prognosen zugetroffen, hätte es am Freitag und Samstag über dem Sassenberger Brook gewittert und geregnet. Der 14. RWE Beach-Cup des VfL Sassenberg blieb aber davon verschont, bestes Wetter sorgte für noch bessere Stimmung. „Wir haben wohl Glück gehabt, alles war super“, sagte Thomas Stockhausen, 1. Vorsitzender der Handball-Abteilung des VfL.

Die Stimmung auf der Sportanlage im Brook war bis zum Schluss ausgelassen. Manch einem brummte noch der Schädel von der Party am Vorabend, das Beachhandball aber auch mit dem nötigen Ernst betrieben wird, zeigten die Spiele der Finalrunde am Sonntag. Die Halbfinalpartien mussten allesamt im sogenannten Shoot-out, einem Penaltyschießen, entschieden werden. Entsprechend spannend waren auch die beiden Endspiele: Bei den Frauen setzte sich das „Strandgeflüster“ aus Minden, vor einem Jahr waren sie Deutscher Meister, in zwei Sätzen (12:11, 18:15) gegen die „Strandperlen“ aus Hamburg durch. Im Endspiel der Männer siegten die „Lifeguards“ aus Porta mit 15:14 und 15:10 gegen die Beachbrothers Kassel. „Die Spiele in den Finalrunden konnte man sich schon anschauen“, sagte Thomas Stockhausen zum sportlichen Niveau. „Wir werden schon in einem Atemzug mit dem großen Turnier in Cuxhaven genannt“, sagt Stockhausen. Das Turnier an der Nordsee gehört zu den größten seiner Art – mehr Anerkennung für die Veranstalter in Sassenberg geht kaum.

Dass die heimischen Vertreter am Sonntag nicht mehr dabei waren, war so auch zu verschmerzen. „Wir sind eben gute Gastgeber“, meinte Thomas Stockhausen. Die Herxfeld-Hexen des VfL gewannen in der Vorrunde zwei Spiele, zum Weiterkommen reichte das aber nicht. Genauso wenig wie bei den Bingo Players und dem Koopa-Troopa-Beachteam, beides Kombinationen mit den Handballern aus Warendorf, für die am Samstagabend ebenfalls Feierabend war.

Am Sonntag, kurz nach 14 Uhr, etwas früher als geplant, waren auch die Pokale überreicht. „Es hat alles wunderbar geklappt“, sagte David Ruhe, der in diesem Jahr zum ersten Mal für die Turnierleitung verantwortlich war. Eine Absage hatte es gegeben, was immer mal vorkommt. Am Start waren 46 Teams, 28 bei den Frauen, 18 bei den Männern.

Und die Herkunft der Mannschaften zeigt, dass der Beach-Cup in Sassenberg inzwischen eine attraktive Adresse ist: Teams aus Hamburg, Kassel, Krefeld oder Wesel sind Stammgäste im Brook.


Quelle: Westfälische Nachrichten, Autor: René Penno

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