Sassenbergs Damentrainer übernimmt gleichzeitig Warendorfs Herren

Neuer-Trainer-fuer-die-WSU-Handball-Sassenbergs-Damentrainer-uebernimmt-gleichzeitig-Warendorfs-Herren1 image_630_420f_wnVier stressige Monate hat Uwe Landau vor der Brust: Ab sofort trainiert der Damentrainer des VfL Sassenberg auch die Bezirksliga-Handballer der Warendorfer SU. Diese Situation ist nicht neu für den Sendenhorster, denn ähnliche Doppelbelastungen hat er in der Vergangenheit bereits zweimal durchgezogen.

Das Angebot der WSU, in der neuen Saison die Herrenmannschaft zu trainieren, gab es schon länger. Doch nachdem Reinhard Zimmer vor einer Woche das Handtuch warf, fragten die Warendorfer bei Landau nach, ob er nicht sofort anfangen könne. Nach Gesprächen mit den Vorständen beider Vereine und seiner Damenmannschaft sowie einem Training mit den WSU-Herren am Dienstagabend war alles klar: „Natürlich waren die Sassenberger nicht begeistert. Aber der VfL genießt weiterhin Priorität, ich werde die Mannschaft nicht vernachlässigen und meinen Job zu 100 Prozent bis zum Saisonende verrichten. Die WSU wird nun versuchen, einige Heimspiele zu verlegen, weil es in dieser Hinsicht Überschneidungen gibt“, erklärte Landau.

Allerdings macht Landau seinen Job bei der Sportunion zunächst für vier Wochen zur Probe. „Am Dienstag wollte ich sehen, ob wir zusammenpassen und ob die Jungs auch voll bei der Sache sind. Ich war positiv überrascht, weil die Spieler viel Engagement gezeigt haben. Wenn das in den nächsten vier Wochen so bleibt, dann mache ich auch weiter. Das hängt dann nicht allein von den Ergebnissen ab. Wir wissen, dass es für die WSU unheimlich schwer wird, die Klasse zu halten. Nicht erst seit dem Abrutschen auf den letzten Platz am vergangenen Samstag. Aber die Mannschaft hat das Potenzial, die Klasse zu halten. Zudem hat mir mein Vorgänger eine Truppe hinterlassen, die körperlich fit ist. Wir müssen jetzt vor allem daran arbeiten, dass die Spielfreude zurückkommt und die Abwehr deutlich besser steht.“

Vor einigen Jahren betreute Landau schon einmal zwei Teams gleichzeitig, auch jeweils in der Rückrunde. Einmal die Frauen des TV Ennigerloh und der HSG Gremmendorf/Angelmodde, einmal Ennigerlohs Frauen und Sendenhorsts Männer. „Für einen überschaubaren Zeitraum von vier Monaten ist das machbar, auch wenn ich schon 52 bin“, erklärte Landau, der die beiden Teams dienstags und donnerstags nacheinander trainiert.

„Wir sind froh darüber, dass Uwe Landau sofort bei uns anfängt. Jetzt sind die Spieler in der Pflicht, sie müssen den nötigen Willen zeigen, um den Klassenerhalt zu erreichen. Nur darum kann es in dieser Saison gehen“, sagte Michael Schemann, der Geschäftsführer der WSU-Handballer.

Zum Rückrundenauftakt müssen die WSU-Handballer am Samstag zum Kellerderby nach Bielefeld/Jöllenbeck reisen.

Quelle: www.westfaelische-nachrichten.de