Damen 2: Sarah Tönnemann lässt den VfL jubeln und tanzen
Der traditionelle Sonntagskrimi kam am Sonntag bereits um 18:00 Uhr und nicht erst um 20:15 Uhr. Tatort war diesmal auch nicht die ARD, sondern die Herxfeldhalle in Sassenberg. In der gut gefüllten Halle setzte sich der VfL Sassenberg 2 gegen die Warendorfer SU 2 hauchdünn und buchstäblich in letzter Sekunde mit 30:29 (16:15) durch. Sarah Tönnemann lies mit ihrem letzten Tor zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff Mannschaft und Zuschauer tanzen und jubeln.
Nach dem guten Spiel gegen den Tabellenführer aus Greven wollte man nun die knappe Niederlage aus dem Hinspiel gegen Warendorf wettmachen und zwei weitere Punkte einfahren. „Wir müssen von Anfang an wach sein und dürfen die Anfangsphase nicht wieder verschlafen wie in Greven“, schwor Daniel Haßmann seine Mannschaft vor dem Spiel ein. Der VfL lies Taten folgen und ging sofort mit 2:0 in Front. Die erste Hälfte verlief recht ausgeglichen mit leichten Vorteilen für den VfL. Den zwischenzeitlichen 4-Tore-Rückstand verkürzte die WSU auf ein Tor zur Halbzeit (16:15).
Die zweite Halbzeit verlief anfänglich ähnlich ausgeglichen wie die erste Halbzeit. Von der 40. bis zur 50. Minute hatte der VfL seine stärkste Phase und legte fünf Tore vor. Die WSU gab jedoch nicht auf und kämpfte sich auf ein Unentschieden heran. Zwischenzeitlich legte sie sogar jeweils ein Tor zum 27:26, 28:27 und 29:28 vor. Was dann kam war Spannung pur. Der VfL glich jeweils wieder nervenstark aus. 20 Sekunden vor Schluss hatte die WSU den Ball und die Chance das Spiel für sich zu entscheiden. Der VfL verteidigte gut und unterband das Kreisanspiel der WSU acht Sekunden vor dem Ende. Ein schnell vorgetragener Gegenstoß über Sarah Tönnemann sicherte den knappen aber verdienten Erfolg des VfL. Was dann kam war nur noch Jubel, Tanz und Erleichterung.
„So muss ein Handballspiel sein. Spannung, Emotionen und ein Sieger in letzter Sekunde. Was meine Mannschaft heute gezeigt hat war aller Ehren wert. Wir haben 60 Minuten alles gegeben, das Tempo immer hoch gehalten und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Das war phasenweise richtig schöner Handball, in dem wir immer wieder den Mitspieler freigespielt haben. Wir haben uns selbst nicht verrückt gemacht als wir den 5-Tore-Vorsprung wieder verspielt haben, sondern haben einfach unser Spiel weitergespielt. Wir mussten in der Hinrunde extrem viel Lehrgeld bezahlen und konnten bis jetzt einiges dazu lernen, wie man heute sehen konnte. So ein Sieg gibt uns viel Auftrieb und Sicherheit für die weitere Rückrunde. Das Spiel konnten wir nur als Mannschaft gewinnen und das haben wir getan“, erzählte ein erleichterter VfL-Trainer.
Es spielten: Jenny Steinkuhl, Larissa Feldwisch, Eva Meinersmann, Christina Niestert, Kathi Lischka, Vera Schäfer, Lena Strotmeier, Sarah Tönnemann, Rebecca Menke, Jessica Tauer, Stefanie Herweg
Am kommenden Sonntag geht es gegen die Zweitvertretung von Sparta Münster. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle Sentruper Höhe.

